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1.000 Brennstoffzellen-Fahrzeuge für Osthessen?

22.10.2019

Das Stadtplanungsamt der Stadt Fulda hat Ende September 2019 unter dem Namen HyWheels im Rahmen des bundesweiten Förderwettbewerbs HyLand ein Grobkonzept zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors in Osthessen eingereicht. Zentrale Ziele des Konzepts sind die Abkehr von fossilen Kraftstoffen durch den Einsatz von Brennstoffzellen-Fahrzeugen, die Reduktion der CO2-Emissionen und der Aufbau einer nachhaltigen grünen Wasserstoffwirtschaft in Osthessen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf dem Einsatz von Brennstoffzellen-LkW. Hier sehen die mehr als 30 beteiligten Akteure aus der Region das Potenzial, mindesten 1.000 wasserstoffbetriebene Fahrzeuge anschaffen zu können. Gleichzeitig richtet sich der Blick auch auf Brennstoffzellen-Busse und Carsharing-Flotten für Brennstoffzellen-Pkw.

Für die Betankung der Brennstoffzellen-Fahrzeuge beabsichtigt das Konsortium, den Aufbau einer entsprechenden Wasserstoffinfrastruktur zu prüfen. So könnten etwa Wasserstofftankstellen an den Knotenpunkten der Autobahnen A4, A5, A7 und A66 könnten die Region Osthessen zu einem Umschlagpunkt für Wasserstoff in Deutschland machen und so langfristige Perspektiven für eine regionale Wertschöpfung schaffen.

Der Förderwettbewerb HyLand wurde vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) aufgelegt, um die Erstellung integrierter Konzepte zum Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft zu unterstützen. So sollen Synergieeffekte optimal genutzt werden, mit kurzen Wegen zwischen Erzeugung und Verwendung des Wasserstoffes. Die Gewinner des Wettbewerbs sollen Ende Januar 2020 durch das BMVI bekanntgegeben werden. Im Falle einer Förderung will das HyWheels-Konsortium zeitnah mit der Erstellung eines Feinkonzepts für den Einsatz von Wasserstoff in der Inter- und Intralogistik beginnen. Das umsetzungsreife Konzept soll bis Mitte 2021 vorliegen. (vb)

www.h2bz-hessen.de