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DVGW-Studie: Busse mit Gasantrieb können Beitrag zum Klimaschutz leisten

13.09.2019

Durch die Bereitstellung von Biogas oder synthetisch erzeugtem erneuerbaren Gas stehen der Verkehrsinfrastruktur Kraftstoffe zur Verfügung, die etwa die Anforderungen an einen treibhausgasneutralen Linienbusbetrieb erfüllen. Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) hat nun mit einer Studie an der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) das Potenzial verschiedener alternative Antriebskonzepte für Linienbusse auf Basis einer Modell-Stadtbuslinie ergründet. Die Untersuchung, die der DVGW, Energieversorgung Filstal, Ontras Gastransport, Open Grid Europe, die Stadtwerke Karlsruhe und terranets bw beauftragt haben, beschäftigte sich dabei mit CNG-Bussen, batterieelektrischen Bussen und Brennstoffzellenbussen sowie modernen Euro VI-Dieselbussen, die allesamt miteinander verglichen wurden.

Zu einem der zentralen Ergebnisse zählt, dass etwa CNG-Busse für Busbetreiber und Kommunen eine kostengünstige Option ist, Emissionen im öffentlichen Personennahverkehr zu reduzieren. Wenn statt Erdgas Biomethan oder aus regenerativem Strom erzeugtes synthetisches Methan zum Einsatz kommt, könnten die fahrzeugseitigen Treibhausgasemissionen nahezu klimaneutral gehalten werden, so die Untersuchung. „Bei der Verkehrswende kann es keine „one-size-fits-all“-Lösungen geben. Neben der Stärkung einzelner Verkehrsträger und deren besseren Vernetzung braucht es je nach lokalen Rahmenbedingungen zukünftig einen Mix unterschiedlicher Antriebsarten im ÖPNV“, hebt allerdings auch DVGW-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Gerald Linke mit Blick auf die Ergebnisse hervor. Die Studie soll kommunalen Entscheidern eine Orientierung bieten. Die Studie mit dem Titel „Erneuerbares Gas im ÖPNV – ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung“ ist auf der Website des DVGW aufrufbar. (vb)

www.dvgw.de