Einheitliches Marktgebiet Gas für Deutschland

Der 1. Oktober 2021 ist das Zieldatum für die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber. Dann soll bundesweit ein einheitliches Marktgebiet für Gas implementiert sein. Die Bundesnetzagentur hat diese Maßnahme begrüßt: „Die Einigung auf ein gemeinsames Marktgebiet ist zugleich ein positives Zeichen für eine auch zukünftig dynamische Entwicklung des deutschen Gasmarktes“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Hintergrund für die Schaffung eines einheitlichen Marktgebiets Gas für Deutschland ist die 2017 novellierte Gasnetzzugangsverordnung, die eine Zusammenlegung der beiden derzeit bestehenden Marktgebiete GASPOOL und NetConnect Germany bis zum 1. April 2022 vorsieht.

Dynamische Vorbilder: GASPOOL und NetConnect Germany

Die 2017 novellierte Gasnetzzugangsverordnung bildet die Basis für die Schaffung eines einheitlichen, deutschen Gasmarktgebietes. Foto: Pixabay (Alexas_Fotos)

Auf den Zeitpunkt zum 1. Oktober 2021 hat sich die Bundesnetzagentur mit den deutschen Fernleitungsnetzbetreibern ganz bewusst verständigt. Der Termin wurde auf den gleich- zeitigen Start des Gaswirtschaftsjahres 2021/2022 gelegt. In enger Kooperation mit den Marktgebietsverantwortlichen arbeiten die Fernleitungsnetzbetreiber nun zusammen an der Ausgestaltung der Prozesse, die für die Marktgebietszusammenlegung erforderlich sind. Zudem werden nach Auskunft der Bundesnetzagentur in den kommenden Monaten die Beteiligten einen regelmäßigen Marktdialog führen, der alle Marktteilnehmer über den genauen Weg zum gemeinsamen Marktgebiet informiert.

Die Zusammenlegung soll mit Blick auf die Versorgungssicherheit und die Effizienz rund um den Gashandel reibungslos vonstattengehen, so die Bundesnetzagentur. Dazu seien entsprechende Vorbereitungen notwendig. In den letzten Jahren haben sich GASPOOL und NetConnect Germany dynamisch entwickelt, heißt es seitens der Bundesnetzagentur: Beide Marktgebiete gehören bereits heute zu den liquidesten Handelsplätzen für Erdgas in Europa. Gleichfalls hätten sich auch die Wechselraten bei den Kunden positiv entwickelt. Eine solche Dynamik ließe sich insgesamt in einem einheitlichen Marktgebiet fortführen. Die Fernleitungsbetreiber sollen erneut Anteilseigner des künftigen gemeinsamen deutschen Marktgebietsverantwortlichen werden.

www.bundesnetzagentur.de

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