LÜKEX 18 übt Szenario einer „Gasmangellage“

Am 28. Und 29.11.2018 findet die länder- und ressortübergreifende Krisenmanagementübung „LÜKEX“ statt. Das Szenario der Übung befasst sich in diesem Jahr mit einer „Gasmangellage“. Angenommen wird dabei, dass in einem besonders harten und langen Winter durch technische, wirtschaftliche und wetterbedingte Faktoren eine Gasmangellage in Süddeutschland entsteht. Aufgrund extremer Wetterbedingungen sinken die Füllstände der Gasspeicher im Szenario, so dass sich die Versorgungslage sukzessive verschlechtert. In der Folge sind im Szenario zunächst die Wirtschaft und später teilweise die Bevölkerung von einer ausbleibenden Gasversorgung betroffen.

Die LÜKEX-Übung ist so gestaltet, dass hochrangiger und weitreichender Entscheidungsbedarf in den jeweils zuständigen öffentlichen und privaten Krisenmanagementstrukturen im Bereich des Bevölkerungsschutzes, der Inneren Sicherheit und der Versorgungssicherheit in ausgewählten Sektoren Kritischer Infrastrukturen entsteht. „Die Erdgasversorgung in Deutschland ist sehr sicher und zuverlässig. Gleichzeitig ist es sinnvoll, auch für unwahrscheinliche Ernstfälle gut vorbereitet zu sein. Deswegen beteiligt sich die Bundesnetzagentur intensiv an der Übung. Wir wollen unsere Krisenpläne einem Stresstest aussetzen und die Kommunikations- und Entscheidungswege zwischen allen beteiligten Akteuren erproben“, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, betonte, dass die LÜKEX die einmalige Chance biete, Krisenstrukturen und Vorsorgemechanismen auf oberster Entscheidungsebene, mit zahlreichen Beteiligten und interdisziplinär besetzten Stellen durchzuführen. „Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag für das nationale Krisenmanagement in Deutschland. Die LÜKEX gibt den handelnden und übenden Teilnehmenden noch größere Handlungssicherheit für mögliche Krisen.“

www.luekex.de

www.bundesnetzagentur.de

Related Post