Mobiles Backup

Mit der mobilen Gasdruckregelanlagen von CeH4 ist INGL in der Lage, für die bestehende heterogene Kraftwerksinfrastruktur ein Backup vorzuhalten, das im Notfall innerhalb weniger Stunden einsatzbereit ist. Foto: CeH4

Der israelische Gasnetzbetreiber INGL setzt auf mobile Gasdruckregelanlagen von CeH4.

Die israelische Regierung hat vor circa 15 Jahren per Dekret festgelegt, dass alle Kraftwerke auf Erdgas umgestellt werden müssen. Zudem haben die Gasnetzbetreiber im Sinne der Versorgungssicherheit neben den entsprechend vorgelagerten Gasdruckregelund Messanlagen mit redundanten Strecken zusätzlich ein mobiles Backupsystem vorzuhalten. Diese Vorgaben werden von der Israel Natural Gas Lines Ltd. (INGL) eingehalten.

Auf der Suche nach einer technischen Lösung, die diese verschiedenen und spezifischen Betriebsbedingungen für den schnellen Einsatzfall erfüllt, und nach einer Analyse des Marktes, vertrauen die Verantwortlichen von INGL jetzt auf den Anlagenbauer CeH4. Ausschlaggebend dafür war nicht zuletzt die Wirtschaftlichkeit des Systems aus Celle. „Wir konnten auch mit unseren Erfahrungen aus dem mehrfachen Bau mobiler Anlagen sowie dem Betrieb eigener Notversorgungsanlagen punkten“, so Florian Hupka, Geschäftsführer Service bei CeH4.

Projekt in Israel

Die Anlagen werden von CeH4 bereits für den Einsatz von Fernwirktechnik ausgerüstet. Foto: CeH4

Die INGL befindet sich in Staatsbesitz und wurde 2003 für den Bau und den Betrieb der nationalen Erdgasübertragungsinfrastruktur gegründet. Bei ihren Aktivitäten hält sich die INGL an die strengsten internationalen Standards in Konstruktion und Betrieb. Um diesen eigenen hohen Ansprüchen zu genügen, setzt der Gasnetzbetreiber auf ausgeklügelte Logistikwerkzeuge, fortschrittliche Technologien und eine breite Palette von internationalen, professionellen Auftragnehmern und Beratern. Derzeit verfügt das Unternehmen über 100 Mitarbeiter in den Bereichen Planung, Konstruktion, Bau, Betrieb, Wartung und Management.

Flexible Einsatzszenarien sind Trumpf

Die jetzt von CeH4 nach Israel gelieferte Anlage ist flexibel einsetzbar. Damit ist der Netzbetreiber in der Lage, für die bestehende heterogene Kraftwerksinfrastruktur ein Backup vorzuhalten, das im Notfall innerhalb weniger Stunden startklar ist. „Die Leistung dieses Systems reicht aus, um eine kleinere Stadt eigenständig mit Gas zu versorgen“, so Hupka. Die Lösungen, die in zwölf Meter langen, speziell für diesen Einsatzfall angefertigten, Seecontainern untergebracht sind, können bei entsprechendem Vordruck bis zu 70.000 N/m³ Gas pro Stunde bereitstellen. „Dabei sind die Systeme grundsätzlich für nahezu alle Anwendungsbereiche geeignet. Ganz gleich ob sie als provisorische Versorgungsanlagen im Rahmen von Neu- und Umbauten fungieren oder bei Störungen der vorhandenen Infrastruktur zum Einsatz kommen“, erläutert Holger Ernst, Prokurist im Anlagenbau bei CeH4.

Neben den Anlagen selbst bietet das Unternehmen darüber hinaus einen Rundum-Service, die regel- und normenkonforme Konstruktion der Systeme und die entsprechende Dokumentation von A bis Z. „Viele unserer Anlagen haben wir auch für die Nutzung von EMSR-/Fernwirktechnik ausgerüstet. So können sie etwa über Funk- oder Telefonleitung auf eine Leitstelle aufgeschaltet werden“, erklärt Holger Ernst, der bei CeH4 das internationale Geschäft übergeordnet begleitet.

Projekt bereits nach zwölf Monaten fertiggestellt

Das gesamte Projekt hat lediglich zwölf Monate bis zur Fertigstellung im Werk in Anspruch genommen. Dabei galt es eine ganze Reihe von Herausforderungen zu meistern. Dazu gehörten etwa:

• die Beauftragung durch INGL auf Grundlage einer detaillierten Spezifikation
• die Erarbeitung der detaillierten Planung der Anlage mit entsprechender Dokumentation
• die Prüfung der Anlage durch den Kunden und die entsprechende Zulassungsstelle
• die Untersuchung aller Teile der Anlage nach dem HAZOP-Verfahren
• die Bestellung aller Zukaufteile
• die Montage der kompletten Station in einem speziell ausgeführten Seecontainer
• die Werksabnahme im Beisein des Kunden (FAT – factory acceptance test)
• die Erstellung der entsprechenden Dokumente für die Behörden

Erfahrungen mit dem Verkauf

Mit der mobilen Gasdruckregelanlagen von CeH4 ist INGL in der Lage, für die bestehende heterogene Kraftwerksinfrastruktur ein Backup vorzuhalten, das im Notfall innerhalb weniger Stunden einsatzbereit ist. Foto: CeH4

Weitere erforderliche Maßnahmen bis zum Ersteinsatz vor Ort sind der Transport zur Verwendungsstelle über den Hamburger Hafen, die Erfüllung der Lieferbedingung DAP (Delivered At Place), die Baustellenabnahme im Beisein des Kunden (SAT – site acceptance test) und die Übernahme durch den Kunden (TOC – take over certificate). Hinzu kommt die Schulung des Betreiberpersonals vor Ort im Zuge des Ersteinsatzes.

Bereits bei der Werksabnahme in Deutschland hatte INGL einen sehr guten Eindruck bezüglich der Qualität der Ausführung und der technischen Umsetzung der Spezifikationen sowie der Funktionalität der Anlage. Gut angekommen bei dem Gasnetzbetreiber ist auch die unkomplizierte Kommunikation mit CeH4 und die schnelle Umsetzung von zusätzlichen oder geänderten Spezifikationen.

Neben INGL haben auch die Celler von den Erfahrungen bei der Realisierung dieser Referenzanlage profitiert. Nachdem sich solche Systeme unter anderem auch beim Einsatz beim größten Energieversorger der Niederlande, „Gasunie Niederlande“, im Rahmen der Modernisierung dessen Gasnetzes bewiesen haben, will CeH4 seine Lösungen auch in weiteren Ländern rund um den Globus anbieten. Bisher werden die mobilen Gasdruckregelanlagen des Unternehmens vorwiegend ausgeliehen, etwa für ein bis drei Monate, wenn aufwendigere Wartungsarbeiten am Netz umgesetzt werden. Aktuell hat CeH4 18 dieser Anlagen verschiedener Größe in der Ausleihe, wobei viele davon nach Angaben des Unternehmens bereits für mehrere Jahre ausgebucht sind.

Kontakt: CeH4 technologies GmbH, 29229 Celle, Tel. +49 (0) 5141 – 933 48 0, info@ceh4.de

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