Slider

ONTRAS und GRTgaz unterzeichnen europäisches Memorandum of Understanding

15.01.2020 – Die ONTRAS Gastransport GmbH, GRTgaz SA und GRTgaz Deutschland GmbH, deutsche und französische Fernleitungsnetzbetreiber (FNB), geben die Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) zur Verbesserung des Wissens- und Forschungsaustauschs bei Transport und Mischung von Wasserstoff und Erdgas in ihren Netzen bekannt. Dieses auf europäischer Ebene bislang wichtigste Abkommen stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und ist ein klares Signal für die Absicht der Fernleitungsnetzbetreiber, ihren Beitrag zum Einsatz von Wasserstoff und neuen Lösungen für klimaneutrale Gase zu leisten.

Zielsetzung: Zusammenarbeit definieren

Ziel dieser Vereinbarung ist es, die wichtigsten Grundsätze festzulegen, auf deren Grundlage die Partner bei zwei Projekten zusammenarbeiten werden. Das erste betrifft einen von ONTRAS geleiteten Gasfilter, der Methan und Wasserstoffverbindungen aus einem gemischten Gasstrom abtrennt. Ziel ist der Bau eines Pilotmembransatzes zur Abtrennung von Wasserstoff aus Wasserstoff-Erdgas-Gemischen mit hoher Reinheit. Die Tests werden noch in diesem Jahr beginnen. Das zweite, von GRTgaz geleitete Projekt ist eine spezielle Testeinrichtung der zukünftigen FenHYx-Plattform, mit der die Wasserstoffeignung von Netzwerkgeräten bewertet und ihr effizienter Betrieb anhand interner und externer Leckagetest-Benchmarks bewertet werden kann. Das erste Cluster der FenHYx-Plattform wird im Jahr 2020 vom GRTgaz Forschungs- und Innovationszentrum für Energie zur Durchführung von Wasserstoff-Forschung und Entwicklung errichtet.

Die deutschen und französischen FNB werden ihre Erfahrungen austauschen und gemeinsam Projekte planen oder durchführen, um effektiv Erfahrungen zu sammeln, relevante Informationen auszutauschen und erfolgreich ein Geschäftsmodell für den Transport von Wasserstoff in ihrem Netzwerk zu erstellen.

Neue Möglichkeiten durch Kooperation

„ONTRAS verfügt über langjährige Erfahrung mit gemischten Gasströmen, da zwei Power-to-Gas-Anlagen seit vielen Jahren Wasserstoff in unser Fernleitungsnetz einspeisen. Mit der europäischen Kooperation zur Wasserstofftrennung und der Teilnahme am Prüfstandsprojekt eröffnen sich neue Möglichkeiten, bestehende Netze für den künftigen grenzüberschreitenden Ökogastransport zu nutzen “, sagte Ralph Bahke, Geschäftsführer der ONTRAS Gastransport GmbH.

„GRTgaz befasst sich seit vielen Jahren mit der Erforschung verschiedener Möglichkeiten zur Bereitstellung von Wasserstoff, z. B. durch Beimischung von Methan ins Netz oder durch Produktionsprojekte aus der thermischen Vergasung wie auch durch den Pilotbetrieb „Jupiter 1000“ im Südosten Frankreichs. Unsere Vereinbarung mit ONTRAS wird die europäischen Forschungs- und Entwicklungsbemühungen zum Einsatz von Wasserstoff und zur Erreichung der Klimaneutralität stärken. Diese Absichtserklärung eröffnet neue Möglichkeiten, Wasserstoff in Gasnetzen unterzubringen und zur Ermittlung zuverlässiger und wettbewerbsfähiger Lösungen für die Entwicklung des Sektors beizutragen “, sagte Thierry Trouvé, CEO von GRTgaz.

„Das Megaprojekt, den Anteil des in unsere Netze eingespeisten Wasserstoffs zu erhöhen, erfordert europaweite Anstrengungen. Zu diesem Zweck bietet eine deutsch-französische Forschungskooperation großes Potenzial für neue Entwicklungen im Gastransportsektor. Wir schätzen diese Zusammenarbeit sehr und unterstützen sie aktiv, indem wir Unterschiede in der Kultur sowie in den etablierten nationalen Forschungsverfahren überwinden “, sagte Nicolas Delaporte, Geschäftsführer der GRTgaz Deutschland GmbH.

www.ontras.com

www.grtgaz.com

www.grtgaz-deutschland.de